Retten wir die Wale Argentiniens

10 Fakten über den Südlichen Glattwal

Durch die Weiten der argentinischen Meere ziehen die sanften Südlichen Glattwale. Sie sind die größten Tiere der Region – und wie viele Meerestiere sind sie von Ölsuchern bedroht. Hier sind 10 Fakten, warum sie so besonders sind.

1. Südliche Glattwale haben zwei Blaslöcher.

Das erzeugt den ausgefächerten V-förmigen Wasserstrahl beim Ausatmen, der sie auszeichnet.

2. Südliche Glattwale tragen lange Bärte.

Oder zumindest sieht es so aus: Anstelle von Zähnen haben sie Keratinblätter, die vom Oberkiefer hängen. Diese ermöglichen es ihnen, Nahrung aus dem Wasser zu filtern: Sie öffnen beim Schwimmen ihre Kiefer, wodurch Wasser eindringt, und schließen sie dann, so dass das Wasser zurückströmt – vorbei an Zunge und Bärten, wo das Zooplankton (kleine Krebstierchen), das sie gerne essen, hängenbleibt.

3. Südliche Glattwale sind gemächliche Schwimmer.

Sie werden nur 9 bis 11 km/h schnell. Zum Vergleich: Der Finnwal schwimmt bis zu 45 km/h schnell.

4. Jeder Südlicher Glattwal ist einzigartig – und kann eindeutig identifiziert werden.

Denn sie haben am Kopf Hautwucherungen, die bei jedem Tier so eindeutig wie Fingerabdrücke beim Menschen sind. Südliche Glattwale lassen sich von anderen Walen durch die fehlende Rückenfinne unterscheiden.

5. Südliche Glattwale sind die größten Säugetiere der argentinischen Gewässer.

Sie werden 13 bis 16 Meter lang. Sie wiegen etwa 40 Tonnen und messen schon als Babys 3 bis 5 Meter von der Schnauze bis zum Schwanz.

6. Südliche Glattwale sind langlebige Tiere.

Sie können 50 bis 100 Jahre alt werden. Das bedeutet auch, dass sie sich nur langsam vermehren: Ein Glattwal-Weibchen kann erst mit 8-10 Jahren das erste Mal schwanger werden. Die Schwangerschaft dauert ein ganzes Jahr und das Junge bleibt ein weiteres Jahr bei seiner Mutter. Erst nach ca. drei Jahren kann das Weibchen wieder Junge tragen.

7. Südliche Glattwale sind ortstreue Einzelgänger.

Im Allgemeinen schwimmen sie alleine und kehren jedes Jahr an die gleichen Orte zurück. Eine Ausnahme ist das erste Jahr nach der Geburt eines Kalbes, das bei seiner Mutter bleibt, um die Wanderrouten durch die bevorzugten Nahrungsgebiete kennenzulernen.

8. Südliche Glattwale unterhalten sich mit Luftsprüngen.

Die Sprünge und Schläge im Wasser mit ihren Flossen und ihrem Schwanz dienen der Kommunikation und zum Spielen.

9. Südliche Glattwale helfen uns gegen die Klimaerhitzung.

Denn wie alle Wale düngen sie nach der Verdauung die Flora des Meeres und helfen den Ozeanen so, CO2 aufzunehmen.

10. Die argentinischen Küsten sind das wichtigste Brutgebiet der Südhalbkugel.

Dort kommen die Walbabys zur Welt und werden von ihren Walmamas gestillt – noch.

Denn der Lebensraum der Südlichen Glattwale ist durch die grausamen Schallkanonen der Ölsucher gefährdet! Die Wale können nicht einfach ihr Gebiet wechseln.

Aber niemand braucht die Ölsucher – schon gar nicht in Zeiten der Klimakrise!


Stoppen wir jetzt die Ölsuche vor der argentinischen Küste. Unterschreiben Sie jetzt die Petition!

Jetzt Petition unterzeichnen!

Stoppt die Ölexploration vor Argentinien!

* Pflichtfelder. Der Petitionstext im Wortlaut. Wir achten auf Ihre Privatssphäre. Näheres finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen. Die Ein­willigung zur Kontakt­aufnahme können Sie jeder­zeit wider­rufen via E-Mail an service@greenpeace.at oder pos­talisch an Greenpeace in der Wiedner Hauptstraße 120-124, A-1050 Wien.

Petitionstext

Südliche Glattwale sind faszinierende Tiere. Doch die Ölindustrie bedroht sie.

Stoppt die Ölexploration vor Argentinien!

Vor der Küste Argentiniens bahnt sich eine Katastrophe an: Konzerne wollen dort Öl und Gas fördern – bei einem Nahrungs- und Wanderungsgebiet einiger der wichtigsten Arten der Meere: Unter anderem sind dort Orcas, der südliche Glattwal, Delfine, Pinguine, Seelöwen und Seeelefanten zuhause.

Bereits die Suche ist eine tödliche Gefahr. Denn sie verwendet „Schallkanonen”, um aus der Reflexion der Schallwellen Aufschluss über die Beschaffenheit des Meeresbodens und damit mögliche Ölvorkommen zu gewinnen. Diese Kanonen sind neben Unterwasser-Explosionen die lautesten Schallquellen im Meer. Ihr Lärm ist vergleichbar mit Raketenstarts und breitet sich über hunderte Kilometer aus. Der hohe Schalldruck kann das empfindliche Gehör von Meeressäugern, das sie zum Überleben brauchen, langfristig schädigen. Dies führt dazu, dass sie orientierungslos sind und verenden können.

Und wenn die Ölförderung tatsächlich beginnt, sind die Tiere der permanenten Gefahr kleiner und großer Öllecks ausgesetzt. Eine größere Ölpest würde sich über hunderte Kilometer ausbreiten; bei vergangenen Ölkatastrophen konnte immer nur ein Bruchteil des Öls abgeschöpft werden.

Daher stelle ich fest:

Es ist nicht zu verantworten, Wale und andere Meeressäuger leichtfertig solchen Gefahren auszusetzen. Die Wale haben sich noch nicht von Jahrhunderten der Überjagung erholt, alle Tiere leiden bereits unter Plastikverschmutzung, industrieller Fischerei und Klimaerhitzung. Weitere Gefahren sind nicht zu vertreten.

Es ist in Zeiten der Klimakrise unverantwortlich, weitere Ölvorkommen zu erschließen. Wenn wir eine katastrophale Erwärmung verhindern wollen, brauchen wir einen raschen Umstieg auf erneuerbare Energien, keine weitere Verbrennung fossiler Energieträger.

Deshalb fordere ich einen sofortigen Stopp der Ölexploration vor der argentinischen Küste.

Wir dürfen die Wale und die anderen Tiere nicht gefährden.


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