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veröffentlicht am 20.02.2020

Erste Tiefseebohrungen der OMV in Neuseeland gescheitert

Neue schlechte Nachrichten für die OMV. Nur einen Monat nachdem bei einem Unfall das eigene Bohrgestänge beschädigt und dabei Medienberichten zufolge Millionen Dollar Schaden verursacht wurden, sind die umstrittenen Tiefseebohrungen an Neuseelands Südinsel ergebnislos geblieben.

Die OMV erhofft sich viel von der Ausbeutung der neuseeländischen Gewässer. Doch die Bohrungen nach Öl und Gas sind umstritten: Gemeinschaften der indigenen Māori sehen dies als Verletzung ihrer Rechte, UmweltschützerInnen warnen für der Gefahr für einen wichtigen Meereslebensraum. Denn die Region ist ein Hotspot der Artenvielfalt und beheimatet unter anderem seltene Neuseeländische Seelöwen, Buckelwale und Pottwale.

Zusätzlich übergeht die OMV den Willen den Willen vieler Menschen in Neuseeland. Denn 2018 hatte die Regierung des Landes nach landesweiten Protestreihen beschlossen, keine neuen Bohrgenehmigungen mehr zu erteilen. Mehrere Konzerne kündigten bereits an, auch ihre bestehenden Genehmigungen nicht mehr auszunutzen. Nicht so die OMV – als sie im Vorjahr ankündigte, bei ihren Plänen zu bleiben, war der Aufschrei in Neuseeland groß.

Greenpeace protestiert deshalb seit dem Vorjahr in Aktionen und Petitionen gegen den Mineralölkonzern. Dazu gehörte auch eine Aktion, bei der 30 AktivistInnen unter Beteiligung einer Kletterin aus Österreich ein Versorgungsboot der OMV im Hafen von Timaru für drei Tage lang besetzten. Wenige Tage später protestierten sie in einem Regionalbüro der OMV. Dort bauten sie das „Museum der Ölförderung“ auf, eine Installation, die ironisch auch die Schattenseiten der Industrie zeigte.

Die OMV aber beharrte bis jetzt auf ihren Plänen. Nun jedoch sind die ersten Tiefseebohrungen in Neuseeland gescheitert: Bei den Öl- und Gasexplorationen im Great South Basin konnte die OMV keine kommerziell nutzbaren Reserven finden.

Großer Rückschlag für die OMV

„Diese Neuigkeiten sind ein Schlag ins Gesicht für die OMV und reihen sich in eine ganze Serie von finanziellen und ökologischen Patzern des Konzerns ein. Mit diesen gescheiterten Bohrungen hat die OMV mehrere Millionen Euro verschwendet – das ist ein gewaltiger Flop”, erklärt Lukas Meus, Meeresexperte bei Greenpeace in Österreich. Erst vor wenigen Wochen verursachte die OMV einen Unfall im Great South Basin und hat damit bewiesen, wie unvorbereitet sie auf die Bohrungen ist.

Trotz der gescheiterten Explorationen hält die OMV an weiteren Bohrplänen in Neuseeland fest. „Die Klimakrise führt zu immer verheerenderen Bränden, Überschwemmungen und Dürren. Es ist erschütternd, dass die OMV gleichzeitig weiterhin nach mehr fossilen Brennstoffen sucht. Der Misserfolg in Neuseeland zeigt wieder einmal: Die OMV muss sich endlich aus dem Land zurückziehen und langfristig auf erneuerbare Energien setzen”, so Meus.

Um den Rückzug aus fossilen Energien voranzutreiben, setzen sich gemeinsam mit Greenpeace weltweit hunderttausende Menschen ein. Ihre Unterstützung ermöglicht es Greenpeace, auf beiden Seiten der Welt gegen die Pläne der OMV aktiv zu sein – an der Südinsel Neuseelands genauso wie auf der anderen Seite der Welt bei der Konzernzentrale in Wien.

Unterstützen auch Sie jetzt die Menschen in Neuseeland – fordern Sie die OMV auf, die neuen Öl– und Gasbohrungen zu stoppen!

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