Brutale Methoden der Fischereiindustrie

Wie die industrielle Fischerei die Meere leerfischt

Die Meere sind die Heimat von Milliarden Tieren und bilden die Lebensgrundlage hunderter Millionen Menschen. Viele von ihnen fahren auf kleinen Booten aufs Meer, um nur für sich und die Gemeinschaft Fisch zu fangen. Doch dies alles ist bedroht. Denn die industrielle Fischerei setzt ganz andere Methoden ein. Gewaltige Trawler ziehen wie Heuschreckenschwärme übers Meer – und fischen so viel weg, dass ganze Arten bedroht werden. Denn die Industrialisierung hat auch die Meere längst erreicht. Statt kleiner Netze und Ruten verwenden die Trawler Fanggeräte, die sich über Kilometer erstrecken. Ihre Grausamkeit sucht ihresgleichen.

Pelagische Schleppnetze – Mörder der Delfine

Diese Netze sind im Prinzip Säcke, die hinter Fischen hergezogen werden. Sie sind gigantisch: In den größten würden 12 Jumbo-Jets Platz finden. Wenn ein Schwarm mit Echolot geortet wurde, wird das Netz durch ihn durchgezogen. Es kann bis zu 500 Tonnen Fisch beinhalten – inklusive riesiger Mengen an Beifang, denn in der Tasche am Ende des Netzes sammeln sich nicht nur die Fische des Schwarms, sondern auch alle anderen Tiere, die zufällig in der Nähe sind. Besonders Delfine werden oft mitgefangen.

Grundschleppnetze – Zerstörer des Meeresbodens

Diese Netze sind eine Spezialform der Schleppnetze. Sie sind kürzer, ihre Öffnung wird mit Gewichten am Boden festgehalten. Sie durchpflügen den Meeresboden und reißen alles mit, inklusive Muscheln, Unterwasserpflanzen und sogar Korallen. Ganze Ökosysteme werden dadurch zerstört.

Treibnetze – Wände des Todes

Treibnetze sind unverankerte Kiemennetze (rechteckige, senkrecht im Wasser hängende Netze mit feinen Maschen), die viele Kilometer groß sein können. Sie werden auch als „Wände des Todes” bezeichnet, weil sie so zerstörerisch sind. Eigentlich sind sie seit 1992 von der UN verboten – doch sie werden unter anderem im Indischen Ozean immer noch eingesetzt. Und das Verbot wird auch umgangen: Seit 2006 erlaubt die EU die Verwendung von sogenannten „Schwebenetzen” im Mittelmeer, was das Verbot umgeht.

Langleinen – 100 Kilometer tödliche Haken

Langleinen werden zwischen Meeresoberfläche und Grund angebracht und mit Bojen im Wasser gehalten. Die Hauptleine kann über 100 Kilometer lang sein und mit vielen tausenden Köderhaken bestückt sein. Sie haben dazu beigetragen, dass Schwertfisch und Thunfisch in wenigen Jahren überfischt wurden. Als Beifang leiden besonders Meeresschildkröten und Seevögel.

Stellnetze – langes Leiden für die Tiere

Stellnetze sind bis zu 15 Meter hohe und bis zu 15 Kilometer lange Netze. Sie sind eine tödliche Falle vor allem für Seevögel und Kleinwale, die sie mit ihrem Echolot nicht orten können und sich dann verfangen. Besonders grausam: Durch die lange Standzeit der Fangvorrichtung hängen auch die Tiere unnötig lange leidend im Netz, in dem sie sich verfangen haben.

Dies sind nur einige der brutalen Methoden der industriellen Fischerei. Sie haben bereits 90 % der Speisefischbestände an ihre Grenze gebracht. Sie töten jedes Jahr unzählige Tiere, die oft qualvoll verenden.

Wir müssen diese Grausamkeit stoppen! Wir müssen den Meeren Gelegenheit zur Erholung geben! Das kann nur ein starkes Meeresschutzabkommen schaffen. Es kann die Grundlage dafür sein, dass mindestens 30 % der Meere geschützt werden.

Unterschreiben Sie jetzt für das UN-Meeresschutzabkommen.

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Ja, ich möchte, dass 30 % der Meere unter Schutz gestellt werden. Dafür fordere ich von der internationalen Staatengemeinschaft sich im Rahmen der Verhandlungen bei den Vereinten Nationen für ein starkes und effektives Meeresabkommen einzusetzen.

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