No results
Top-Ergebnisse nach Kategorie
Aktiv werden
News
Detailwissen

Unsere Meere brauchen unseren Schutz

Die sieben größten Bedrohungen der Meere

Das Leben in den Meeren ist die Voraussetzung für das Leben am Land. Denn jeder zweiter Atemzug wird uns vom Meer geschenkt, das Meer kühlt und stabilisiert das Klima und es liefert die Lebensgrundlage für Millionen Menschen. Doch das Meer ist in Gefahr. Hier sind die Hauptbedrohungen für unsere Meere.

1.) Überfischung

Die großen industriellen Fischflotten holen ganze Fischschwärme aus dem Wasser. Sie nehmen kaum Rücksicht darauf, ob noch genügend Fische übrig bleiben, um sich fortzupflanzen. Sie verwenden dazu rücksichtslose Methoden wie Grundschleppnetze, die den Meeresboden zerstören und extrem viel Beifang aufgreifen.

Bereits 90% der weltweiten Fischbestände gelten als bis an die Grenze gefischt oder überfischt. Das ist nicht nur für die Menschen in traditionell vom Meer lebenden Ländern eine Katastrophe, sondern für den gesamten Lebensraum Meer.

2.) Plastikverschmutzung

Jede Sekunde landet so viel Plastik im Meer, wie ein Müllwagen transportieren kann. Das liegt vor allem daran, dass die Industriestaaten immer größere Mengen an Plastik in Entwicklungsländer bringen, die damit nicht fertig werden können – entweder als Einwegprodukte oder als exportierter Müll! Landet das Plastik im Meer, ist es eine tödliche Falle für Tiere, die sich darin verheddern oder es mit Nahrung verwechseln, an der sie ersticken oder mit vollem Magen verhungern.

3.) Industrielle Abwässer

Immer noch werden die Meere als billiges Abwassersystem für die Industrie der Welt verwendet. Über Flüsse gelangen Unmengen hochgiftiger Chemikalien oder ungeklärter Abwässer in Umlauf, die Tiere und Pflanzen gleichsam töten oder krank machen.

4.) Abwässer aus der Landwirtschaft

Riesige Weiden und massiver Düngemitteleinsatz sorgen dafür, dass nährstoffreiche Abwässer über die Flüsse ins Meer gespült werden. Diese dienen Algen als Nahrung. Das klingt eigentlich gut – doch die Algen wachsen so massiv, dass sie den Sauerstoff ganzer Regionen aufbrauchen können. Dann stirbt dort alles Leben. Solche tote Zonen, groß wie ganze Bundesländer, finden sich unter anderem in den ehemals fischreichen Gewässern rund um Mexiko.

5.) Tiefseebohrungen

Die Tiefsee ist eines der atemberaubendsten Ökosysteme auf unserem Planeten. Doch sie ist in Gefahr: Die Tiefseebergbau-Industrie steht kurz davor, mit großen Baggern die Metalle auf dem Meeresgrund abzubauen. Doch Tiefseebergbau birgt das Risiko katastrophaler und irreversibler Umweltschäden. Die Artenvielfalt in der Tiefsee und das Ökosystem selbst sind bisher zu wenig erforscht, um sicheren Abbau zu garantieren.

6.) Ölförderung und Ölpesten

Ölverschmutzung ist ganz besonders perfide: Das dicke Öl verklebt das Gefieder von Vögeln, so dass sie nicht mehr fliehen können. Es liegt wie eine tödliche Decke auf dem Wasser.

Große Ölpesten werden durch leckgeschlagene Tanker verursacht, aber kleinere Lecks sind fast alltäglich. Mittlerweile dringen Ölkonzerne immer weiter in bislang naturbelassene Ökosysteme. Bohrinseln, die in den rauen Gewässern des arktischen Ozeans gebaut werden, sind aufgrund der Wetterbedingungen besonders gefährlich: Havarien sind wahrscheinlich, für Reparaturen sind sie extrem schwer zu erreichen.

7.) Unterwasserlärm

Lärmbelästigung ist nicht nur auf dem Land ein Problem, sondern auch unter der Meeresoberfläche. Ölsucher verwenden Schallkanonen, um den Boden nach Erdöl abzusuchen. Militärische Sonaranlagen beschallen das Wasser kilometerweit. Industrieanlagen und die Schrauben des immer mehr werdenden Schiffsverkehrs tun ein Übriges. Die Leidtragenden sind alle Unterwassertiere, deren Orientierung von ihren empfindlichen Ohren abhängt – wie es für die meisten Meeressäuger wie Robben und Wale der Fall ist. Wenn sie taub werden, verlieren sie die Orientierung, können keine Nahrung mehr finden oder stranden, um qualvoll zu verenden.

Ohne unsere Hilfe haben die Meere keine Chance. Und ohne Meere haben wir keine Chance.

Deshalb brauchen wir starken Meeresschutz mit einem Netz aus sicheren Meeresschutzgebieten. Greenpeace fordert, bis 2030 mindestens 30% der Meere zu schützen – so viel ist laut WissenschaftlerInnen nötig, damit sich die Ozeane und ganze Tierarten erholen können.

Aktuell sind nur zwei Prozent geschützt. Doch jetzt könnte sich das ändern: Die Vereinten Nationen verhandeln derzeit das umfangreichste Meeresschutzabkommen der Welt. Greenpeace setzt sich mit aller Kraft dafür ein, dass es ein starkes Abkommen wird, das nicht der Profitgier Weniger geopfert wird.

Helfen Sie uns jetzt dabei, der UNO den Rücken zu stärken!

Jetzt Petition unterzeichnen!

* Pflichtfelder. Wir achten auf Ihre Privatssphäre, näheres finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen. Die Ein­willigung zur Kontakt­aufnahme können Sie jeder­zeit wider­rufen via E-Mail an service@greenpeace.at oder pos­talisch an Greenpeace in der Fernkorngasse 10, A-1100 Wien.

400.712
/ 500.000